CreaTeam Biographie

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Zu 64er-Zeiten entstand bei Kay Elbert die Idee, Skat als Simulation auf einem Rechner zu programmieren. Schon die ersten Schritte auf dem 64er machten deutlich, daß durch eine wirklich gute Simulation die Kapazitätsgrenzen überschritten würden. Glücklicherweise hatte zu diesem Zeitpunkt der Atari ST das Licht der Welt erblickt. Er bildete fortan die Grundlage für das Projekt Skat.

Durch einen beruflichen Wechsel traf Kay auf Uwe Berents, der fasziniert durch die Verbindung Musik und Computer privat erste Erfahrungen auf dem Gebiet der Programmierung machte - ebenfalls auf einem Atari. Schnell war eine gemeinsame Programmiersprache gefunden und eine berufliche und freundschaftliche Bindung entstanden. Der Grundstein für eine Interessengemeinschaft war gelegt.

Auch wenn beide an verschiedenen Projekten arbeiteten, blieb doch immer die Möglichkeit, Probleme zu diskutieren oder Erfahrungen und Routinen auszutauschen. Kay arbeitete fieberhaft an Skat, während Uwe sich mit Syntesizer-Editoren und letztendlich mit Mastermind auseinandersetzte.

Als der Zeitpunkt der Fertigstellung immer näher rückte, machten sich beide Gedanken über Vertriebsmöglichkeiten. Während Mastermind in den unendlichen Verwinkelungen des Lizenzrechtes stecken blieb, erreichte die Urversion SKAT 2000 (vertrieben durch den Tronic-Verlag) die ersten Freaks. Allerdings mit mäßiger Anteilnahme bezüglich Stückzahlen und Bezahlung des Autoren.

Während der gesamten Programmierzeit nahm langsam aber sicher der PC Einzug in den beruflichen Alltag der beiden Atari-Fans. Aufgrund der teilweise enttäuschenden Ergebnisse im Vertriebsbereich wurden neue Pläne geschmiedet. Warum sollte es nicht möglich sein, einerseits die inzwischen weit verbreitete und unaufhörlich expandierende PC-Welt mit guter Software zu versorgen und andererseits einen starken Vertriebspartner zur Seite zu haben, der sich im Aufwind des PC-Booms auf dem Markt etablieren möchte.

Dazu bedurfte es in erster Linie eines Namens, denn Kay Elbert oder Uwe Berents klangen doch ein bißchen dürftig. Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit, während der sich ein kreativer Teamgeist entwickelt hatte, sollte in Zukunft der Begriff CreaTeam die Runde machen.

So erstellte CreaTeam in erstmaliger Gemeinschaftsarbeit ein DOS-Demo von Scotland Yard und schickte es zur Begutachtung dem Originalspiel-Hersteller Otto Maier Verlag (besser bekannt unter Ravensburger) zur Ansicht, mit Anfrage nach Vertriebsmöglichkeiten und Lizenzfreigabe. Die Demoversion war mit viel Liebe erstellt und originalgetreu bezüglich der Grafik umgesetzt. Wie der Zufall es wollte, war gerade zu diesem Zeitpunkt Ravensburger selbst an einer Umsetzung des Renners interessiert, jedoch nicht im PC-Bereich.

Aufgrund dieses Umstandes bot CreaTeam eine andere Umsetzung eines Brettspieles an, Das Verrückte Labyrinth. Nach etwa 4 Monaten war eine Betaversion nicht nur für DOS, sondern auch für das sich gerade breitmachende WINDOWS 3.0 geschrieben. Die Versionen waren ebenfalls originalgetreu umgesetzt und wurden nach Zusendung an Ravensburger selbst vom Erfinder des Spieles für gut befunden. Allerdings erhielt CreaTeam von Ravensburger bezüglich Lizenzfreigabe oder Vertrieb eine vorläufige Absage.

Somit verschwanden Scotland Yard sowie Das Verrückte Labyrinth zunächst in der Schublade. Nicht entmutigt schritten beide Programmierer neuen Taten entgegen. Kay übertrug seine Skatversion auf Windows (inzwischen 3.1), während Uwe sich mehr mit Modulentwicklung, Schnittstellenproblemen und Multimedia-Ansätzen beschäftigte. Dabei entstand unter anderem WINSTICK, ein Joystick-Trimmer für Windows. Kay entwickelte neben seiner Skatversion noch ein Deutsch/Englisch - Englisch/Deutsch Übersetzungsprogramm, den WINTRANSLATOR.

Mitte 1993 war es dann soweit, der große Stern am Skathimmel leuchtete stärker als jemals erhofft. Durch tolle Unterstützung verschiedenster Redaktionen und Sharewarehändlern (alle mit Danksagungen zu benennen würde hier den Rahmen sprengen) gelang es, SKAT 2010 auf dem Markt zu etablieren - im Eigenvertrieb! Die Vorteile sind dabei nicht von der Hand zu weisen.

Durch den Erfolg bestärkt, entstand aus dem Namen CreaTeam dann eine ordentliche Firma mit Namen CreaTeam-Software Kay Elbert und aus finanzpolitischen wie standörtlichen Gründen ein nebengewerblicher Betrieb CreaTeam Flensburg Uwe Berents.

Während der Markteinführung von SKAT 2010 arbeitete Uwe an einer BreakOut-Variante für Windows mit Namen CRAZY CRACK. Auch dieses Produkt wurde aufgrund der gewohnten CreaTeam-Qualität ein echter Renner.

Für die Zukunft ist geplant, weitere Produkte für Windows zu entwickeln, vielleicht doch noch ein Lizenzgeschäft mit Ravensburger abzuschließen und natürlich kontinuierlich sämtliche Produkte weiterzuentwickeln.

Kay Elbert & Uwe Berents

CreaTeam im Oktober 94

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